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2017-11-23 15:02

Bin ich einsam oder einfach gern allein?

Einsamkeit ist ein starkes Wort und dich beschleicht ein flaues Gefühl, wenn du nur daran denkst. Im Duden steht „Einsamkeit: das Alleinsein“.

Im anglikanischen Sprachraum heißt das loneliness. Der Brite unterscheidet aber sehr feinsinnig Einsamkeit und Einsamkeit, loneliness und solitude. Dabei ist diese solitude (im Wörterbuch steht hier: Abgeschiedenheit, selbst gewählte Zurückgezogenheit) eine Art erhabene, inspirierende Form des Alleinseins. Wir sprechen von „sich selbst genug sein“, „auf sich selbst gestellt sein“ oder „sich mit sich selbst beschäftigen“

Kannst Du das? Mit dir selbst einen Dialog zu beginnen. Mit dir selbst allein zu sein. Es ist die einfachste und preiswerteste Art der Selbstverwirklichung.

Wer mag es in der heutigen, schnelllebigen und digitalen Welt schon eingehen, dieses Abenteuer, sich eine Auszeit mit sich selbst zu gönnen? Viel zu sehr sind wir beschäftigt, in diesem Kontext unseren Platz zu finden, uns zu behaupten, der Welt da draußen wichtig zu erscheinen.

Der eigentliche Wert des mit sich selbst allein sein können, besteht darin, sich selbst als den Menschen zu akzeptieren, der man ist und den Wunsch zu entwickeln, sich selbst besser kennenzulernen. Wer mit sich selbst Zeit verbringen mag, kann die gemeinsame Zeit in Gesellschaft anderer Menschen erst so richtig genießen.

Wer die Kunst der Solitude beherrscht, hat die Gewissheit, mit sich selbst im Reinen zu sein. „Wehmut ist der Spiegel des Glücks.“ sagt Bettina von Arnim

Es gibt im Leben nie das eine ohne das andere:
kein Tag ohne Nacht,
kein Glück ohne Wehmut,
keine Liebe ohne Trennung,
keine Gemeinsamkeit ohne Alleinsein,
keine Geborgenheit ohne Verlassensein.

( Zeitschrift „einfach.sein“, um eigene Ideen ergänzt)

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